Die politischen Institutionen Irlands
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Fotografien Irland |
Irland ist nach der Verfassung von 1937, die 1998 letztmals geändert wurde, eine parlamentarische Republik. An der Spitze des Staates steht der Präsident (gälisch Vachtarán na Éireann), der für sieben Jahre vom Volk direkt gewählt wird (Wiederwahl ist möglich) und überwiegend repräsentative Aufgaben übernimmt. Er wird unterstützt durch den Staatsrat, der beratende Funktion hat. Der Präsident ernennt nach Vorschlag des Unterhauses den Premierminister und auf dessen Empfehlung die Minister. Nationalfeiertag ist der 17. März (Saint Patrick’s Day), der zu Ehren des Nationalheiligen Saint Patrick begangen wird. |
Die Exekutive liegt bei der aus sieben bis 15 Mitgliedern bestehenden Regierung, die vom Premierminister (Taoiseach) angeführt wird und vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist. Dem Parlament (Oireachtas), das von Präsident, Repräsentantenhaus (Unterhaus) und Senat (Oberhaus) gebildet wird, obliegt die Legislative. Das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) besteht aus 166 Mitgliedern, die für eine fünfjährige Amtszeit gewählt werden. Von den 60 Abgeordneten des Senats (Seanad Éireann) werden elf vom Premierminister berufen, sechs von den Universitäten entsandt und 43 gewählt. Wahlberechtigt sind alle Bürger ab 18 Jahren. |
Neben den Kreis- und Distriktgerichten auf unterer Ebene gibt es einen Obersten Gerichtshof, ein Appellationsgericht und ein Hochgericht. Die Richter werden auf Vorschlag der Regierung vom Präsidenten ernannt. Nachdem frühere keltische Formen der Rechtsprechung wie das altirische Brehon Law bereits im 17. Jahrhundert von den Briten abgeschafft worden waren, erfolgte eine Ausrichtung an den Grundlagen des britischen Common Law. |
Irland gliedert sich in die vier Provinzen Leinster, Munster, Ulster und Connacht, denen jedoch keine administrative Funktion zukommt, sowie 26 Grafschaften (Counties) und vier so genannte County-Boroughs (grafschaftsfreie Städte). Die beiden wichtigsten Parteien sind die Fianna Fáil (FF; „Schicksalskämpfer”) und die Fine Gael (FG; „Stamm der Gälen”), die durch eine Spaltung der Sinn Féin entstanden sind. Kleinere Parteien sind die Labour Party (LP), die Progressive Democrates (PD),die 1986 durch Abspaltung aus der Fine Gael hervorgingen, und die Green Party (GP). Die Partei Democratic Left (DL) wurde im Dezember 1999 in die Labour Party eingegliedert. An der irischen Parteienlandschaft lässt sich noch heute der Kampf um die Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft ablesen. In Irland besteht keine Wehrpflicht. Die Freiwilligenarmee besteht aus etwa |
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Mary McAleese |
17 000 Mann. Die Reservearmee setzt sich aus ehemaligen Soldaten zusammen, die sich für sechs Jahre verpflichten: Ihr Heer umfasst etwa 15 500, die Luftwaffe rund 800 und die Marine circa 1 300 Soldaten. Die irische Armee verfügt über leichte Panzer und Kampfflugzeuge sowie einige leicht bewaffnete Patrouillenschiffe. Die Ausgaben für das Militär betragen 803 Millionen US-Dollar (2003). "Irland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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