Die politischen Institutionen Islands
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Fotografien Island |
Gemäß der Verfassung, die am 17. Juni 1944 in Kraft trat, als das Land seine vollständige Unabhängigkeit erhielt, ist Island eine parlamentarische Republik. Nationalfeiertag ist der 17. Juni, der zur Erinnerung an die Proklamation der Republik im Jahr 1944 begangen wird. Das Staatsoberhaupt Islands ist der vom Volk auf vier Jahre gewählte Präsident (Wiederwahl unbegrenzt möglich). Dieser steht nominell an der Spitze der Exekutive und ernennt den Vorsitzenden der stärksten Partei zum Ministerpräsidenten. Tatsächlich wird die Exekutivgewalt von der Regierung ausgeübt. Diese wird vom Ministerpräsidenten geführt und ist dem Parlament verantwortlich. |
Die gesetzgebende Versammlung Islands ist das Parlament Althing, dessen zwei Kammern im Jahr 1991 zu einer Kammer zusammengefasst wurden. Dieses Organ hat 63 Abgeordnete, wovon 54 auf vier Jahre durch Verhältniswahl bestimmt werden und neun Abgeordnete je nach ihrem Stimmenanteil bei den Wahlen zugeteilt werden. Wahlberechtigt sind alle Bürger ab dem 18. Lebensjahr. Die höchste Instanz des Gerichtswesens ist der Oberste Gerichtshof, der aus einem obersten Richter und sieben weiteren, vom Präsidenten ernannten Richtern besteht. 1992 wurde die Rechtsprechung in Zivil- und Strafprozessen von Provinzfriedensrichtern auf acht neue Bezirksgerichte übertragen, wodurch die Rechtsprechung von der strafrechtlichen Verfolgung getrennt wurde. Neben den Bezirksgerichten gibt es noch eine Reihe von Sondergerichten. |
Island ist in acht Regionen gegliedert, die jeweils ein eigenes Verwaltungszentrum besitzen und Einkommens- und Gewerbesteuern erheben können. Unterhalb der Ebene der Regionen ist Island in 31 Städte und 166 Gemeinden gegliedert. In Stadtgebieten gilt das Verhältniswahlrecht, in ländlichen Gemeinden das System der einfachen Mehrheit. Die wichtigsten im Parlament vertretenen Parteien sind die 1930 gegründete, rechts der Mitte angesiedelte Unabhängigkeitspartei (SSF), die beiden gemäßigt linken Parteien Fortschrittspartei (FSF) und Sozialdemokratische Partei (SF) sowie die 1956 entstandene, sozialistische Volksallianz (AL). Seit den achtziger Jahren bildeten sich weitere Parteien. 1983 wurde die Sozialdemokratische Frauenpartei gegründet und 1987 die Bürgerpartei, ein Flügel der Unabhängigkeitspartei. |
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Vigdís Finnbogadóttir |
Island verfügt über keine militärischen Streitkräfte, unterhält aber eine 160 Mann starke Küstenwache zur Kontrolle der Hoheitsgewässer. Island ist ein Mitgliedsstaat der NATO. In einem 1951 geschlossenen und in der Folgezeit mehrmals erneuerten bilateralen Abkommen verpflichteten sich die USA, die Sicherheit Islands und dessen Verteidigung zu garantieren, und hatten etwa 1 200 US-Soldaten auf dem Luftwaffenstützpunkt Keflavík stationiert. Da nach dem Ende des Kalten Krieges die strategische Bedeutung Islands für die USA erheblich gesunken war, zogen sie 2006 ihre Soldaten von Island ab. Die NATO bot daraufhin an, die Aufgaben der US-Truppen zumindest teilweise zu übernehmen. "Island," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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