Die politischen Institutionen Kanadas
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Fotografien Kanada |
Nach der Verfassung von 1982 ist Kanada eine föderalistisch strukturierte, parlamentarische Monarchie innerhalb des Commonwealth of Nations. Die Verfassung betont die Eigenständigkeit des Landes und beseitigt jegliche Eingriffsmöglichkeit Großbritanniens in kanadische Angelegenheiten. Ein wichtiges Element des Gesetzeswerkes ist der Schutz der Rechte der Ureinwohner. Die zehn Provinzen haben eigene Regierungen und Parlamente und verfügen über weitgehende Selbstbestimmung. Die drei Bundesterritorien sind direkt der Zentralregierung unterstellt. |
An der Spitze der kanadischen Regierung steht der Premierminister, der vom Generalgouverneur ernannt wird. Premierminister und Kabinett sind dem Parlament verantwortlich. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Zweikammerparlament, das sich aus dem Senat (mit maximal 112 vom Generalgouverneur ernannten Vertretern der Provinzen) und dem Unterhaus (House of Commons mit 308 – davon 75 aus der Provinz Quebec – vom Volk nach dem Mehrheitswahlrecht gewählten Mitgliedern) zusammensetzt. Bei der Gesetzgebung wirken beide Kammern zusammen. Die Rechtsprechung orientiert sich am britischen, in der Provinz Quebec am französischen Vorbild. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) in Ottawa, der sich aus dem Vorsitzenden und acht weiteren Richtern zusammensetzt. Die Provinzen besitzen eigene Gerichte. |
Das politische Geschehen wurde lange Zeit von zwei großen Parteien bestimmt, der Liberal Party (Liberale Partei, LP) und der Progressive Conservative Party (Fortschrittlich-Konservative Partei, PCP). Beide lösten sich wiederholt in der Regierungsverantwortung ab. Während die LP ihre dominierende Rolle behaupten konnte, verlor die PCP nach der Schwächung durch interne Flügelkämpfe stark an Gewicht, und zwar zugunsten der Reform Party, die nun zur stärksten konservativen Gruppierung wurde. Die Reform Party löste sich jedoch im April 2000 auf und konstituierte sich – gleichsam als Sammelbecken für das zersplitterte konservative Parteienspektrum – zusammen mit abgespaltenen Gruppen der PCP unter dem NamenCanadian Alliance (CA) neu. 2003 fusionierten CA und PCP zur Conservative Party (CP). Der Bloc Québécois (BQ) ist als Abspaltung der Konservativen auf Quebec beschränkt und vertritt die Autonomie dieser Provinz. Die New Democratic Party (NDP) ist sozialdemokratisch orientiert. "Kanada," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 |
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