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Geschichte von Polen : Die Polnischen Teilungen
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In dieser Situation schlug der preußische König Friedrich der Große schon 1769 eine territoriale Reduzierung Polens vor, und 1772 einigten sich Preußen, Russland und Österreich auf die 1. Polnische Teilung. Der Verlust von fast 30 Prozent seines Territoriums löste in Polen eine schwere Krise aus, führte zu einer nationalen Rückbesinnung und ließ in weiten Kreisen die Einsicht in die Notwendigkeit politischer Reformen wachsen. In einem ersten Reformschritt schuf sich Polen u. a. zwei zentrale Behörden, die Nationale Erziehungskommission und den Immerwährenden Rat, die ein vorbildliches Bildungs- und Verwaltungssystem errichteten.

Am 3. Mai 1791 verabschiedete der Sejm eine neue, das Staatswesen reformierende Verfassung – im Übrigen die erste geschriebene Verfassung Europas. Durch diese Verfassung wurden u. a. die freie Königswahl und das Liberum Veto abgeschafft und dem Bürgertum (begrenzte) Mitspracherechte eingeräumt. Gegen diese Verfassung formierte sich eine Adelsopposition, und sie hatte die Intervention Russlands und Preußens gegen die Refomer und die erzwungene Rücknahme der Reformen 1792 zur Folge. Russland und Preußen bedienten sich als Gegenleistung für ihre Intervention in der 2. Polnischen Teilung großzügig an polnischem Territorium und reduzierten den polnischen Staat auf etwa ein Drittel seiner ursprünglichen Fläche.

1794 erhoben sich die Polen in einem Aufstand unter Tadeusz Kosciuszko; im Oktober 1794 wurde der Aufstand von Russland und Preußen niedergeschlagen, und im Januar 1795 teilten Russland, Preußen und Österreich in der 3. Polnischen Teilung den Rest des Landes unter sich auf und liquidierten damit den Staat Polen vollends. Stanislaus II. August musste abdanken.

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Polnischen Teilungen

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