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Geschichte der Vereinigten Staaten : Präsident Reagan (1981-1989)
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Reagan kündigte Steuersenkungen sowie eine Verringerung der Staatsausgaben an und setzte die Aufrüstung, mit der unter Carter begonnen worden war, mit Nachdruck fort. Noch 1981 beschloss der Kongress die größten Steuersenkungen der amerikanischen Geschichte. Die Ausgabensenkungen auf der anderen Seite betrafen vor allem die Wohlfahrt, den Sozialbereich sowie die Mittelbewilligung für die einzelstaatlichen Regierungen und Verwaltungen. Gleichzeitig wurden die Verteidigungsausgaben drastisch erhöht. Die anhaltende Rezession trieb 1981/82 die Arbeitslosenrate erstmals seit 1940 über die Zehnprozentmarke, die Zahl der Firmenbankrotte erreichte einen neuen Höhepunkt.

Außenpolitisch gingen Präsident Reagan und seine Außenminister (bis 1982 Alexander M. Haig jun., dann George P. Schultz) vom Kurs der Entspannung gegenüber der UdSSR ab und unterstützten weltweit praktisch jede Art antikommunistischer Bewegungen und Regierungen. Dieser neue außenpolitische Kurs war zudem gekennzeichnet durch nachdrückliche Demonstration der Stärke der Großmacht USA.

1982 entsandte Reagan US-Truppen in den Libanon, und im Oktober 1983 ordnete er die Invasion der Karibikinsel Grenada an. Unmittelbarer Anlass war die (vorgebliche) Rettung amerikanischer Medizinstudenten angesichts politischer Unruhen; die Regierung Reagan führte allerdings auch Hilfsgesuche benachbarter Regierungen als Begründung ins Feld. In Mittelamerika stützte Reagan die rechtsgerichtete Regierung in El Salvador und in Nicaragua die ebenfalls rechtsgerichteten Contras gegen die sozialistische Regierung. Als Reagan 1983 die – „Krieg der Sterne” genannte – Strategische Verteidigungsinitiative (SDI: Strategic Defense Initiative) vorstellte, verschlechterten sich die Beziehungen zur Sowjetunion weiter, die sich erst infolge der außen- wie innenpolitischen Neuorientierung der Sowjetunion unter Michail Gorbatschow wieder verbesserten.

Kurz vor den Präsidentschaftswahlen von 1984 signalisierte die Sowjetunion ihren Wunsch nach einer neuen Runde der Rüstungskontrollverhandlungen. Zwei Gipfeltreffen (November 1985, Oktober 1986) Reagans mit Gorbatschow leiteten nun eine spürbare Entspannung und Fortschritte in der Rüstungskontrolle ein; im Dezember 1987 unterzeichneten Reagan und Gorbatschow den INF-Vertrag zur Reduzierung der nuklearen Mittelstreckenraketen. Im April 1986 ließ Reagan einen schweren Luftangriff gegen Libyen als Vergeltung für terroristische Angriffe gegen Amerikaner fliegen.

Bei Teilwahlen zum Senat im November 1986 gewannen die Demokraten die Mehrheit zurück. Weiter geschwächt wurde die Regierung Reagan

Ronald Reagan
Ronald Reagan
1987 durch die anhaltenden Haushalts- und Handelsdefizite sowie durch die Untersuchungen im Kongress über illegale Waffenverkäufe an den Iran, deren Erträge den Contras in Nicaragua zukamen (siehe Iran-Contra-Affäre). Am 19. Oktober 1987 erlebte die New Yorker Börse einen der tiefsten Kursstürze ihrer Geschichte, als der Dow-Jones-Index um 508 Punkte bzw. 22,6 Prozent einbrach. Die Haushalts- und Handelsdefizite beliefen sich jährlich jeweils auf mehr als 100 Milliarden US-Dollar. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta
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