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Geschichte Rumäniens : Restriktive Innenpolitik
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Während Ceauşescu in der Außenpolitik einen vergleichsweise offenen Kurs verfolgte, errichtete er im eigenen Land ein diktatorisches Regime, das sich auf die berüchtigte Geheimpolizei Securitate stützte. Jegliche Kritik am System war untersagt, Menschenrechtsverletzungen seitens des Staates waren an der Tagesordnung und wurden international immer nachdrücklicher angeprangert. Innenpolitische Reformen, wie sie etwa Michail Gorbatschow in der Sowjetunion in der zweiten Hälfte der achtziger Jahre eingeleitet hatte, lehnte Ceauşescu ab. Die Entwicklung der Wirtschaft, insbesondere der Schwer- und der Agrarindustrie sowie des Außenhandels, wurde rücksichtslos vorangetrieben. Dennoch hatte Rumänien in den achtziger Jahren gewaltige Probleme hinsichtlich der Versorgung mit Nahrungsmitteln, Brennstoffen und Energie, da Ceauşescu praktisch alle Reserven an harten Devisen dazu verwendete, Rumäniens Auslandsschulden, die aufgrund des Umbaus der Wirtschaft aufgelaufen waren, zurückzuzahlen; nahezu das ganze Land verelendete.

Um für die Errichtung großer Agrozentren landwirtschaftlich nutzbaren Boden zu gewinnen, ließ Ceauşescu Ende der achtziger Jahre ein „Siedlungsbereinigungsprogramm” durchführen, in dessen Rahmen schätzungsweise bis zu 8 000 Dörfer zerstört und ihre Bewohner zwangsumgesiedelt wurden. Verelendung, Siedlungsbereinigung und Repression provozierten zunehmenden Unmut und Widerstand.

Der Zorn der Bevölkerung gegen Ceauşescus Regime entlud sich im Dezember 1989 bei Demonstrationen in Temeschburg. Auslöser der Proteste war die Verhaftung von Bischof László Tökés, der sich für die Wahrung der Menschenrechte einsetzte und die Politik der Siedlungsbereinigung entschieden bekämpfte. Ab dem 16. Dezember lieferten sich Demonstranten und Einheiten der Securitate tagelange Straßenschlachten, die Hunderte von Toten forderten. Im Verlauf der Proteste wechselte die Armee auf die Seite der Demonstranten. In Bukarest kam es schließlich zu Gefechten zwischen Armee und Geheimpolizei. Am 22. Dezember 1989 floh Ceauşescu mit seiner Frau Elena aus der Hauptstadt; die beiden wurden auf der Flucht verhaftet und nach einem geheimen Gerichtsverfahren am 25. Dezember hingerichtet.

Als Übergangsregierung konstituierte sich die Front der Nationalen Rettung (FSN) mit Ion Iliescu als ihrem Vorsitzenden. Die Front der Nationalen Rettung hob zahlreiche der unter Ceauşescu erlassenen repressiven Gesetze auf und ließ einige der Führungsmitglieder des alten Regimes verhaften.

Bei den ersten freien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen seit mehr als einem halben Jahrhundert wurde Iliescu im Mai 1990 mit etwa 85 Prozent der Stimmen zum Präsidenten gewählt, die unterdessen in eine Partei umgewandelte FSN wurde stärkste Fraktion. Die wirtschaftliche Lage des Landes aber blieb katastrophal, und die politischen und ethnischen Gegensätze bestanden weiter. So gab es in Tîrgu Mureş im März 1990 blutige Auseinandersetzungen zwischen Rumänen und Ungarn, und im Juni 1990 kam es in Bukarest zu Demonstrationen; die Regierung Iliescu brachte Tausende von Bergarbeitern in die Stadt, die zusammen mit der ehemaligen Geheimpolizei die Demonstrationen gewaltsam niederschlugen. In der Folge war Rumänien einige Monate lang international isoliert. "Rumänien," Microsoft® Encarta

Ion Iliescu

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