Amerikanische Geschichte : Theodore Roosevelt und der Progressivismus
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Fotografien USA |
Unter Theodore Roosevelt (1901-1909), der nach der Ermordung William McKinleys 1901 ins Präsidentenamt gelangte, war die Innenpolitik durch den Progressivismus (Progressive Movement) geprägt. Der Progressivismus hatte sich in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts in Reaktion auf die sozialen Missstände und das Laissez-faire-Prinzip in der Wirtschaft herausgebildet und setzte sich – mit Roosevelt als einem seiner führenden Vertreter – in erster Linie die Behebung dieser Missstände zum Ziel. Konkret engagierte sich die Regierung Roosevelt vor allem für eine bessere Kontrolle und gegen die Korruption in Regierung und öffentlicher Verwaltung, für einen besseren Arbeitsschutz, eine bessere Arbeitsgesetzgebung, mehr soziale Gerechtigkeit sowie für mehr demokratische Elemente im öffentlichen Leben. Einer der Kernpunkte von Roosevelts Reformprogramm war die Entmachtung und Kontrolle der Großunternehmen und Großbanken. Hintergrund war u. a. die rapide Vermehrung der Trusts: Hatte es bis 1899 in den USA lediglich etwa 60 Trusts gegeben, so stieg ihre Zahl in den folgenden beiden Jahren auf etwa das Dreifache an. Manche Trusts, wie die für Rindfleisch, Rohöl, Kohle, Zucker oder die Eisenbahngesellschaft, hatten praktisch Monopolstellungen inne. Auf Roosevelts Betreiben hin verabschiedete der Kongress nun eine Reihe von Gesetzen, die die Durchsetzung der bereits bestehenden Antitrust-Gesetze unterstützen sollten. Roosevelts Nachfolger, der Republikaner William Howard Taft (1909-1913) und der Demokrat Woodrow Wilson (1913-1921), setzten seine progressive Innenpolitik in ihren Grundzügen fort. Taft allerdings geriet zunehmend unter den Einfluss des konservativen Flügels seiner Partei; |
in der Konsequenz gründete Roosevelt 1912 vornehmlich aus unzufriedenen Anhängern der Republikaner die Progressive Party und kandidierte für die neue Partei für das Präsidentenamt. Die Spaltung der Republikaner während des Wahlkampfes 1912 verhalf schließlich den Demokraten mit Wilson an der Spitze zum Sieg. |
Die Außenpolitik der USA war vor dem Hintergrund ihrer zunehmenden wirtschaftlichen Macht expansionistisch geprägt. 1867 kauften die USA Alaska von Russland ab; im selben Jahr besetzten sie die Midway-Inseln und leiteten damit den Erwerb von Stützpunkten im Pazifik entlang des Seeweges nach Ostasien ein. Die Ostasienroute war von besonderer Bedeutung, seit die USA 1854 gewaltsam die Öffnung japanischer Häfen für den Handel mit den USA erzwungen hatten. In Bezug auf Mittel- und Südamerika wandten sich die USA nach und nach von ihrem eher passiven Kurs ab und einer die Monroedoktrin aktivistisch interpretierenden Außenpolitik zu. So betonten sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts immer wieder nachdrücklich ihren Anspruch auf Vorrechte an den mittelamerikanischen Landengen bzw. an einem |
zukünftigen Kanal zwischen Karibik und Pazifik. 1901 erwarben sie durch den Hay-Pauncefote-Vertrag die alleinigen Rechte auf den zu bauenden Panamákanal und sicherten sich einen völkerrechtlich zweifelhaften Aufsichtsanspruch über die Kanalzone. Verschiedene Interventionen der USA in Lateinamerika waren von einer fortschreitenden wirtschaftlichen Durchdringung nahezu des gesamten mittel- und südamerikanischen Raumes und der weit reichenden Abschottung des amerikanischen Marktes gegen europäische und asiatische Konkurrenz begleitet. Siehe auch Panamerikanische Union. |
In den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts nahm die Außenpolitik der USA eindeutig imperialistische Züge an. 1898 führten sie in Unterstützung der kubanischen Unabhängigkeitsbewegung den Spanisch-Amerikanischen Krieg, der mit einem Sieg der USA endete und den USA Kuba (1902 formal in die Unabhängigkeit entlassen), Puerto Rico und Guam einbrachte; außerdem trat Spanien für 20 Millionen US-Dollar die Philippinen an die USA ab. Ebenfalls 1898 annektierten die USA Hawaii, und 1899 erwarben sie Amerikanisch-Samoa. Infolge des Spanisch-Amerikanischen Krieges gelangten die USA an Besitzungen außerhalb ihres kontinentalen Kernlandes. Sie übernahmen damit den Status einer Kolonialmacht, der sie – neben anderen Faktoren – eine wachsende Rolle in weltpolitischen Angelegenheiten übernehmen |
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Theodore Roosevelt |
ließen. Einen ersten bedeutenden Auftritt auf der internationalen Bühne hatten die USA bzw. Präsident Roosevelt, als er 1905 den Frieden von Portsmouth zur Beendigung des Russisch-Japanischen Krieges vermittelte. "Vereinigte Staaten von Amerika," Microsoft® Encarta |
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