Die Kunst und die rumänische Kultur
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Fotografien Rumänien |
Die rumänische Kultur ist weitgehend aus der römischen hervorgegangen und wurde von der slawischen, madjarischen (ungarischen), griechischen und türkischen Kultur beeinflusst; trotzdem konnte sie ihren eigenständigen Charakter weitgehend bewahren. Dabei spielten vor allem Lyrik, Märchen und Volksmusik eine Rolle. Literatur, Kunst und Musik erlebten im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit. |
In Rumänien besteht eine allgemeine Schulpflicht von 8 Jahren, der Schulbesuch ist kostenlos. Die meisten Schüler entscheiden sich nach der Primarschule dafür, eine Sekundarschule zu besuchen. Aufgrund intensiver Förderung des Bildungssystems konnte der Alphabetisierungsgrad auf 98,5 Prozent angehoben werden. |
Rumänien verfügt über sieben Universitäten, darunter die Universität Bukarest (1864), die Universität Klausenburg (1919) und die Universität Alexandru Ioan Cuza von Iaşi (1860). Außerdem gibt es im Land vier technische Hochschulen. 2001–2002 waren 582 221 Studenten an Institutionen der höheren Bildung eingeschrieben. Unter der Regierung Ceauşescu war die Zulassung zum Studium gewöhnlich an die Mitgliedschaft in kommunistischen Jugendorganisationen und zeitweiligen Arbeitsdienst in Industrie oder Landwirtschaft gebunden. Die beiden größten Bibliotheken – die Zentrale Staatsbibliothek und die Bibliothek der rumänischen Akademie – befinden sich in Bukarest. Das Kunstmuseum in Bukarest enthält Exponate rumänischer, westlicher und orientalischer Kunst. Darüber hinaus gibt es viele weitere Kunstmuseen im ganzen Land. |
Kunst und Musik |
Rumänien besitzt eine reiche und vielfältige Literaturtradition. Ihre Geschichte lässt sich in fünf Hauptperioden einteilen. Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert dominierte religiöse Literatur. Das 18. Jahrhundert war eine überwiegend historisch geprägte Epoche – wichtige Werke propagierten den Gedanken der Latinität als Ursprung der rumänischen Sprache. |
In den letzten 100 Jahren vor dem 1. Weltkrieg erreichte die rumänische Literatur ihre Blütezeit und reflektierte die nationale Einheit. Eine Hauptfigur dieser Periode war der Lyriker und Dramatiker Vasile Alecsandri. Andere bedeutende Schriftsteller waren Mihail Eminescu, ein Dichter der Romantik, und Ion Luca Caragiale, der satirische Dramen über das Bürgertum im späten 19. Jahrhundert verfasste. Zwischen den Weltkriegen befasste sich die rumänische Literatur vorwiegend mit nationalen Themen. Diese Zeit war vom Aufstieg des Romans als wichtigster Gattung gekennzeichnet; der bedeutendste Novellist war Mihail Sadoveanu. Die Literatur Ende der vierziger bis Ende der achtziger Jahre war vom Einfluss des sozialistischen Realismus geprägt. |
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Burg in Transsylvanien. Encarta |
Einzige Ausnahme bildete eine kurze Periode in den späten sechziger Jahren, als die Kultur weniger streng vom Staat überwacht wurde. Der rumänische Dramatiker Eugène Ionesco wurde als einer der zentralen Vertreter des absurden Theaters bekannt. Weitere rumänischstämmige Autoren waren und sind der Dadaist Tristan Tzara sowie der Lyriker Oskar Pastior. |
Ebenso wie die Literatur erlebte die rumänische Malerei im 19. Jahrhundert ihre Blütezeit. Zu den führenden Malern gehörten der Porträtist Theodor Aman und der Landschaftsmaler Nicolae Grigorescu. Auch die Malerei wurde zwischen 1945 und 1990 vom sozialistischen Realismus dominiert. Einen wichtigen Beitrag zu modernen Konzepten der Kunst des 20. Jahrhunderts leistete der in Rumänien geborene französische Bildhauer Constantin Brancusi. Im Bereich der rumänischen Volksmusik bzw. des Volkstanzes wurden vor allem die Hora und der Caluşari bekannt. Einige rumänische Musiker erlangten im 20. Jahrhundert internationale Anerkennung. Die wichtigsten sind der Violinist und Komponist George Enescu (bekannt vor allem durch seine rumänischen Rhapsodien), der Pianist Dinu Lipatti sowie der Dirigent Sergiu Celibidache. "Rumänien," Microsoft® Encarta |
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