Die schwedische Wirtschaft
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Fotografien Schwedens |
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 383 799 Millionen US-Dollar (2006; Dienstleistungen 69,6 Prozent, Industrie 29 Prozent, Landwirtschaft 1,4 Prozent); damit erreicht das BIP pro Einwohner einen Wert von 42 250,90 US-Dollar. Die Inflationsrate liegt bei 0,8 Prozent, die Wachstumsrate bei 4,2 Prozent (2006). In Schweden gibt es insgesamt 4,7 Millionen Erwerbstätige (2006). Rund 81 Prozent der schwedischen Erwerbstätigen sind Mitglieder in Gewerkschaften. Die urbane, industrialisierte Wirtschaft basiert im Wesentlichen auf den großen Waldbeständen, den reichen Eisenerzvorkommen und den großen Wasserkraftreserven. Obwohl mehr als 90 Prozent der schwedischen Industrie privatisiert sind, greift die Regierung in bedeutendem Ausmaß lenkend in die Wirtschaft ein, um ökonomische Schwankungen auszugleichen. |
Schweden rangiert zwar unter den Ländern mit dem höchsten Lebensstandard, erlebte jedoch in den frühen neunziger Jahren eine große Wirtschaftskrise. Die Regierung führte daraufhin Sparmaßnahmen durch und reformierte ihre traditionelle, auf Vollbeschäftigung und allgemeine Wohlfahrt ausgerichtete Politik. Die durchgeführten Maßnahmen beinhalteten u. a. den Abbau von 10 Prozent der Stellen im Staatsdienst, Kürzungen der Sozialleistungen und die Privatisierung eines Teiles des staatlichen Sektors, darunter der Telekommunikation und des Elektrizitätsnetzes. Anfang 1991 wurde eine Steuerreform durchgeführt, die eine Senkung der Einkommensteuer für alle Arbeitnehmer, mit Ausnahme der Spitzenverdiener, sowie eine Steuererhöhung für Waren und Dienstleistungen enthielt. Beträchtliche Zuwächse verzeichnet der Fremdenverkehr. |
Ein Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche liegt in den Tiefebenen Südschwedens, vor allem in den fruchtbaren Ebenen der Schonen. Obwohl nur 6,6 Prozent (2005) der Gesamtfläche als Ackerland genutzt werden, kann Schweden den Eigenbedarf an Agrarprodukten zu etwa 80 Prozent selbst decken. Durch intensive Düngung und die Mechanisierung der Landwirtschaft werden trotz der topographischen Besonderheiten und einer kurzen Wachstumsphase gute Erträge erzielt. In den letzten Jahren wurden viele kleine Bauernhöfe zu größeren Betrieben zusammengelegt. Ein Großteil der Agrarproduktion erfolgt für den Absatz im Inland und umfasst hauptsächlich Fleisch- und Milchprodukte. Angebaut werden vor allem Weizen, Gerste, Zuckerrüben, Kartoffeln, Hafer und Rapssamen. |
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Die schwedische Wirtschaft. Bild E. Buchot |
Schweden hat die größten Holzvorkommen in Westeuropa (61,2 Prozent des Landes sind von Wald bedeckt) und ist weltweit einer der größten Holzproduzenten. Holzwaren haben in Schweden einen bedeutenden Anteil an der jährlichen Industrieproduktion und am Export. Die produktivsten Waldareale sind die unteren Hänge der nördlichen Hochebenen und die Småland-Region. Holz verarbeitende Fabriken sind überwiegend an der Küste des Bottnischen Meerbusens angesiedelt. Einige der zahlreichen Flüsse, die in diesen Arm der Ostsee münden, werden für den Transport von Baumstämmen zu den Fabriken und zur Energieversorgung der Fabriken genutzt. Der Fischfang konzentriert sich auf Heringe sowie Kabeljau, Flundern und Lachse. Die ertragreichsten Fanggründe liegen vor der westlichen Küste. Göteborg ist ein wichtiger Fischereihafen. "Schweden," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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