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Geschichte Finnlands : Schwedisches Großfürstentum
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Nach dem Auseinanderbrechen der Kalmarer Union 1523 leitete König Gustav I. Wasa von Schweden eine tief greifende Reform der Wirtschaft und Verwaltung in Schweden und Finnland ein. 1527 brach er mit Rom und führte in seinen Ländern die Reformation ein. In Finnland wurde die Einführung der Reformation maßgeblich von Mikael Agricola betrieben; er erstellte außerdem die erste finnische Bibelübersetzung und wirkte damit auch auf die Ausbildung der finnischen Schriftsprache.

In den Jahren 1570 bis 1595 war Finnland mehrfach Schauplatz von Kriegen zwischen Schweden und Russland. 1581 wurde Finnland zum Großfürstentum erhoben; tatsächlich hatte Finnland allerdings den Status einer schwedischen Provinz.

1617 musste Russland nach langwierigen Kriegen gegen Schweden unter Karl IX. und dessen Nachfolger Gustav II. Adolf Ingermanland und Teile Kareliens an Finnland abtreten. In der Folgezeit erlebte Finnland einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung; z. B. wurde 1640 die Universität Turku gegründet.

Während des Großen Nordischen Krieges (1700-1721) zwischen u. a. Russland und Schweden hielt Russland von 1713 bis 1721 Finnland besetzt. Im Frieden von Nystad (1721) verlor Finnland seinen Teil von Karelien mit Wyborg an Russland. Nach einem weiteren Schwedisch-Russischen Krieg (1741-1743) musste Finnland erneut Territorium im Südosten an Russland abtreten.

Das eigentliche Ziel, Finnland ganz unter seine Oberherrschaft zu bringen, erreichte Russland vorerst jedoch noch nicht. Auch eine neuerliche schwedisch-russische Auseinandersetzung in den Jahren 1788 bis 1790 änderte zunächst nichts am Status quo. Allerdings entstanden im Rahmen dieser Auseinandersetzungen um Finnland erste, zunächst lediglich von Offiziers- und Adelskreisen getragene nationale Bewegungen, die sich für die Unabhängigkeit Finnlands von Schweden und einen selbständigen finnischen Staat einsetzten.

Finnland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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Gustav I. Eriksson Wasa
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