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Israelische Geschichte : Suezkrise und Sinai-Feldzug (1956)
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Alle Versuche, die israelisch-arabischen Waffenstillstandsvereinbarungen nach dem 1. Nahostkrieg in Friedensverträge umzuwandeln, schlugen fehl. Die arabische Seite bestand darauf, dass Israel territoriale Zugeständnisse machen und das Recht der palästinensischen Flüchtlinge auf Rückkehr in ihre Heimat anerkennen müsse, außerdem sollte Jerusalem unter internationale Aufsicht gestellt werden (gemäß den UN-Resolutionen 181 von 1947 und 194 von 1948). In Israel betrachtete man diese Forderungen als unvereinbar mit den Sicherheitsinteressen des Landes. Das Klima der Feindseligkeit hielt an, es gab Angriffe arabischer Guerillaverbände und israelische Vergeltungsschläge. Als Ägypten 1956 im Zuge der Suezkrise israelischen Schiffen die Durchfahrt durch die Straße von Tiran verweigerte und Israel damit seines einzigen Zugangs zum Roten Meer beraubte – den Suezkanal hatte Ägypten schon zuvor für israelische Schiffe gesperrt –, verstand Israel dies als kriegerischen Akt. Am 29. Oktober 1956 drangen israelische Truppen unter dem Kommando des späteren Verteidigungs- und Außenministers

Moshe Dayan über die Sinai-Halbinsel bis zum Suezkanal vor und eröffneten damit den 2. Arabisch-Israelischen Krieg bzw. 2. Nahostkrieg (auch Suezkrieg, Sinaikrieg). Großbritannien und Frankreich, die nach dem Vertrag über den Rückzug der britischen Besatzungstruppen aus Ägypten von 1954 weiterhin formell die Oberhoheit über den Suezkanal besaßen, schlossen sich den Kriegshandlungen gegen Ägypten an.

Israel eroberte den Gazastreifen und die Sinai-Halbinsel in nur wenigen Tagen, anschließend besetzten Briten und Franzosen die Kanalzone. Die Vereinten Nationen forderten Israel in einer Reihe von Resolutionen auf, zuletzt am 7. November, die Kampfhandlungen einzustellen und sich aus den eroberten Gebieten zurückzuziehen. Untermauert wurden die UN-Forderungen noch durch die Drohung der Sowjetunion, in das Kampfgeschehen einzugreifen, sofern Israel der Resolution vom 7. November nicht Folge leiste. Am 8. November 1956 begann Israel mit dem Rückzug, überwacht von UN-Truppen. Erst im März 1957 war der israelische Rückzug abgeschlossen.

Israel modernisierte weiterhin seine Armee, vor allem die Luftwaffe, die mit den neuesten französischen Kampfflugzeugen ausgestattet wurde.

Die wirtschaftliche Situation verbesserte sich, und durch ein neues staatliches Wasserverteilungssystem konnte nun auch der Süden des Landes besiedelt werden. Obwohl die Einwanderungswelle ihren Höhepunkt bereits in den ersten vier Jahren nach der Staatsgründung überschritten hatte, wuchs die Bevölkerung auch in den sechziger Jahren weiter an; vor allem aus Marokko kamen nun viele neue Einwanderer. Die wirtschaftliche und soziale Integration der jüdischen Neuankömmlinge aus den islamischen Ländern wurde zu einem zentralen Problem, weil sich das soziale und ökonomische Gefälle zwischen ihnen und den ersten Siedlern aus Europa immer deutlicher zeigte.

Im Parteiensystem führten Spaltungen und Neugründungen während dieser Zeit zur Auflösung der traditionellen politischen Lager. Ben Gurion trat 1963 vom Amt des Ministerpräsidenten zurück (sein Nachfolger wurde Levi Eschkol) und verließ 1965 die Mapai, um sich an der Gründung der oppositionellen Rafi-Partei zu beteiligen. 1968 vereinigte sich die Mapai wieder mit der Rafi und einer weiteren Arbeiterpartei zur Israelischen Arbeitspartei, die bis 1977 die Regierungen stellte. Die beiden größten Oppositionsparteien, die Liberalen und die Cherut, verbanden sich 1965 zum Galal-Bündnis, aus dem 1973 der von Menachem Begin geführte national-konservative Likud-Block (Einheitsblock) hervorging. "Israel," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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David Ben Gurion
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