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Die Fauna in Europa
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Europa war vor der zunehmenden Siedlungstätigkeit des Menschen die Heimat einer großen Vielfalt von Tieren. Mächtige Raubtiere wie Braunbären, Wölfe und Luchse, große Paarhufer wie Elche und Wisente sowie verschiedene Adlerarten waren weit verbreitet. Da aber große Teile Europas vom Menschen besiedelt und landwirtschaftlich genutzt werden, sind viele Tierarten entweder ausgestorben oder stark dezimiert worden. Heute kommen frei lebende Elche, Wölfe und Braunbären in größerer Zahl nur noch im Norden der skandinavischen Länder und Russlands sowie auf der Balkanhalbinsel vor. Rentiere gibt es, abgesehen von kleinen wild lebenden Populationen, ausschließlich als domestizierte Herdentiere. Die höheren Lagen der Pyrenäen und der Alpen bieten Lebensraum für Gämsen und Steinböcke.

Die europäische Wirbeltierfauna ist insgesamt zwar noch relativ artenreich, doch sind die Bestände vieler Arten drastisch zurückgegangen. So werden sämtliche der über 20 europäischen Fledermausarten, aber beispielsweise auch Wildkatzen, Feldhamster oder Bilche in Roten Listen gefährdeter Arten geführt. Noch regelmäßig anzutreffen sind Nagetiere wie Eichhörnchen oder Feldmaus, einige Insektenfresser wie der Igel und kleinere Raubtiere wie der Rotfuchs oder manche Marderarten. Aus anderen Faunenregionen wurden Arten wie das Nordafrikanische Stachelschwein, der Indische Mungo, der nordamerikanische Waschbär oder der asiatische Marderhund eingeführt. Die Avifauna (Vogelwelt) weist gravierende Bestandsrückgänge auf.

Selbst Arten wie Seeadler, Weißstorch, Uhu, Eisvogel oder Nachtigall, denen der Mensch aufgrund ihrer Größe, ihres Aussehens oder Gesangs besonderes Interesse entgegenbringt, sind durch Lebensraumzerstörung oder Jagd (insbesondere in Südeuropa) im Bestand zurückgegangen.

Zu den in Mitteleuropa noch regelmäßig zu beobachtenden Vogelarten gehören Amsel, Buchfink, Bachstelze, Kohlmeise, Star, Haussperling, Hausrotschwanz, Ringeltaube, Stockente, Höckerschwan, Mäusebussard, Turmfalke und Waldkauz. Aufgrund der klimatischen Verhältnisse in Südeuropa gibt es dort eine relativ reiche Reptilienfauna, u. a. mit Eidechsen, Geckos, Chamäleons, Schlangen und Schildkröten.

Die Tiere in Europa
Die Tiere in Europa. Bild E. Buchot
Die Bestände wirtschaftlich bedeutender Meeresfische wie Dorsche, Heringe und Thunfische oder die im Schwarzen Meer und im Kaspischen Meer zur Kaviargewinnung gefangenen Störe leiden unter Überfischung, Süßwasserfische wie Forellen dagegen vor allem durch Gewässerverschmutzung. "Europa," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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