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Industrie, Tourismus und Verkehr in der Schweiz
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Etwa ein Viertel der Erwerbstätigen der Schweiz ist in der verarbeitenden Industrie beschäftigt. Kennzeichnend für das produzierende Gewerbe sind hohe Produktionskosten und starke Exportorientierung. Die wichtigsten Industriezweige sind der Maschinenbau, die pharmazeutische Industrie sowie die feinmechanische und optische Industrie. Die Uhrenherstellung ist der am stärksten exportorientierte Industriezweig, die Schweiz führt im Schnitt mehr als 28 Millionen Uhren pro Jahr aus. Weitere Industrieerzeugnisse sind Textilien, Bekleidung, Schuhe, chemische Produkte, Metallwaren, Nahrungs- und Genussmittel (darunter Schokolade und Tabak), Holzprodukte und Papier.

In der Schweiz gibt es kaum abbauwürdige Bodenschätze. Neben Salz wird u. a. Kalk als Grundstoff für die Zementherstellung abgebaut. Der Bedarf an Rohstoffen wird fast vollständig durch Importe gedeckt.

Die Währungseinheit der Schweiz ist der Schweizer Franken (sfr), der 100 Rappen (Rp) bzw. Centimes (c) entspricht. Die halbstaatliche Schweizerische Nationalbank ist die Zentralnotenbank, an der die Kantone, andere Banken und die Öffentlichkeit Anteile besitzen. Die Banken der Schweiz werden von internationalen Anlegern und Finanziers aufgrund der politischen und monetären Stabilität sowie der traditionellen Wahrung des Bankgeheimnisses bei Bankgeschäften geschätzt. Das private Bankwesen stellt eine der Haupteinnahmequellen des Landes dar. Zürich ist das wichtigste Bankenzentrum.

Importiert werden vor allem Maschinen, Fahrzeuge, chemische Erzeugnisse (u. a. Kunststoffe), Brennstoffe, Edelmetalle und Nahrungsmittel.

Zu den Hauptexportgütern gehören z. B. Maschinen, pharmazeutische und chemische Produkte, Textilien und Uhren. Die Haupthandelspartner der Schweiz sind Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, die Vereinigten Staaten und Japan.

Die Gesamtlänge des vollständig elektrifizierten Eisenbahnnetzes der Schweiz beträgt etwa 5 200 Kilometer. 57 Prozent davon werden von den Schweizerischen Bundesbahnen betrieben. Aufgrund der zentralen Lage spielt die Schweiz als Transitland für den Verkehr zwischen Mittel-, West- und Südeuropa eine bedeutende Rolle. Das Straßennetz umfasst 71 214 Kilometer (2004), davon sind rund 1 500 Kilometer Autobahnen. Für den Transport von Gütern ist die Rheinschiffahrt wichtig. Der nationale und internationale Luftverkehr wird von der nationalen Fluggesellschaft Swissair abgewickelt. Internationale Flughäfen sind Zürich-Kloten, Genf-Cointrin und auf französischem Staatsgebiet Basel-Mülhausen.

Bei einer Volksabstimmung wurde im Februar 1994 ein umstrittenes Volksbegehren, das zum Schutz der Alpentäler eine vollständige Verlagerung des Transitverkehrs von der Straße auf die Schiene vorsieht, angenommen und dessen In-Kraft-Treten für das Jahr 2004 beschlossen.

Der Fremdenverkehr ist eine der Hauptdevisenquellen und ein bedeutender Wirtschaftssektor der Schweiz. Sowohl für den Sommer- als auch für den Wintertourismus ist die entsprechende Infrastruktur gut ausgebaut. Zu den bevorzugten Reisezielen gehören die Alpen, die Seen im Schweizer Mittelland (vor allem Genfer See und Bodensee) und im Süden des Landes (Lago Maggiore und Luganer See) sowie die größeren Städte. Touristen verbrachten im Jahr 2000 rund 34 Millionen Übernachtungen in der Schweiz (davon 20 Millionen von Besuchern aus dem Ausland), was einen Zuwachs von knapp 6 Prozent gegenüber 1999 bedeutet.

Verkehr in der Schweiz
Verkehr in der Schweiz. Encarta
Die Schweiz verfügt über ein großes Wasserkraftpotential. 54,28 Prozent der Elektrizität werden in Wasserkraftwerken erzeugt (2003). Mehr als 35 Prozent des benötigten Stromes gewinnen Kernkraftwerke (1997/98 waren fünf Kernkraftwerke in Betrieb). Schweiz," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009
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