Die Kultur und die Kunst in Tunesien
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Fotografien Tunesien |
Der Schulbesuch ist gebührenfrei; es besteht eine allgemeine Schulpflicht von 11 Jahren. Unterrichtssprachen sind Arabisch und Französisch. Durch systematische Förderung des Bildungssektors konnte der Alphabetisierungsgrad auf 76,2 Prozent (2005) angehoben werden. 2001–2002 waren an den Hochschuleinrichtungen 226 100 Studenten eingeschrieben; die meisten von ihnen studieren an den drei Fakultäten der Universität Tunis. |
Tunesien verfügt über drei große Bibliotheken, die sich alle in Tunis befinden. Die Nationalbibliothek besitzt mehr als 700 000 Bände. Eines der bedeutendsten archäologischen Museen Nordafrikas ist das 1888 gegründete Musée National du Bardo; es beheimatet Sammlungen prähistorischer, punischer, griechischer, römischer, frühchristlicher und islamischer Kunst, darunter eine wertvolle Sammlung römischer Mosaike und den restaurierten Mahdia-Schiffsfund. 1997 eröffnete in Chemtou ein wichtiges archäologisches Museum. Tunesien besitzt mehrere Kulturdenkmäler, die in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen wurden: die Altstädte von Tunis, Sousse und Kairouan, die Ruinen von Karthago, die punische Stadt Kerkuan und ihre Totenstadt, die Ruinen der antiken Stadt Dougga/Thugga sowie das Amphitheater von El-Djem. |
Tunis besitzt ein Staatstheater; viele Theateraufführungen finden im International Cultural Center in Hammamet statt. Das Carthago Festival, ein internationales Kunstfestival, wird jedes Jahr in der Altstadt von Karthago veranstaltet. In Tunis bietet auch ein Goethe-Institut Veranstaltungen an. In Tunesien herrscht eine strikte Pressezensur im Dienste einer umfassenden Unterdrückung jeglicher oppositioneller Meinung. Oppositionelle können ihre Stimme nur im Ausland erheben; als ihr Sprachrohr hat sich in London ein arabischsprachiger Fernsehsender etabliert. In Tunesien gibt es 10 Tageszeitungen mit einer Gesamtauflage von rund 219 000 Exemplaren (2001) und mehr als drei Dutzend Zeitschriften. Die drei Radio- und etwa 25 Fernsehsender werden von |
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Die Moschee von Tunis. Bild E. Buchot |
der Regierung kontrolliert. 2000 wurden 110 000 Internetnutzer gezählt; der Internetzugang ist jedoch ebenfalls staatlich kontrolliert, Filtersoftware sperrt unerwünschte Inhalte. "Tunesien," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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