Geschichte von Malaysia : Auf dem Weg in die Unabhängigkeit
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Fotografien Malaysia |
Malacca, Sarawak und Nordborneo wurden 1941 von den Japanern besetzt und blieben bis zum Ende des 2. Weltkrieges (1945) unter japanischer Besatzung. Nach dem 2. Weltkrieg nahmen die Briten die Halbinsel wieder in Besitz. Die nach dem Krieg aufkommenden Unabhängigkeitsbestrebungen wurden durch Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Volksgruppen behindert. Die Briten hatten der Einwanderung von Chinesen und Indern Vorschub geleistet, um ausreichend Arbeitskräfte für die Zinn- und Kautschukindustrien anwerben zu können. In den vierziger Jahren waren ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung auf der Malaccahalbinsel Malaien, 37 Prozent Chinesen und 12 Prozent Inder. Die Volksgruppen standen einander, nicht zuletzt wegen religiöser und sprachlicher Konflikte, feindselig gegenüber. |
1946 vereinigten die Briten gegen den heftigen Widerstand der Malaien Singapur, Malacca und Penang mit den Federated sowie Unfederated Malay States zur Malaiischen Union. Die malaiische Führungsschicht wehrte sich gegen die den Handel und die Wirtschaft beherrschenden Chinesen. Der Widerstand gegen die Union führte 1946 zur Gründung der United Malays National Organization (UMNO). 1948 wurde die Malaiische Union in eine Föderation, den Malaiischen Bund, umgewandelt. |
Nordborneo und Sarawak, die seit 1946 britische Kronkolonien waren, sollten sich mit dem Sultanat Brunei, das britisches Protektorat war, zu einer Konföderation zusammenschließen. Der Plan scheiterte letztendlich an Einwänden von Brunei. Anfang der fünfziger Jahre bildete sich eine Allianz aus der UMNO, der Malayan Chinese Association (MAC) und dem Malayan Indian Congress (MIC). Bei den ersten allgemeinen Wahlen (1955) erzielte die Allianz die Mehrheit der Mandate und arbeitete zusammen mit den Briten die Verfassung für die Zeit der Unabhängigkeit aus. Die Verfassung stellte den föderativen Staatenbund sowie die Vorzugsstellung der wirtschaftlich benachteiligten Malaien in den Mittelpunkt. Zudem gewährte sie den meisten Nichtmalaien die Staatsbürgerschaft. |
Zu den Straits Settlements zusammengefasst, kamen Singapur, Penang und Malacca nun unter die Verwaltung der britischen Kolonialregierung in Indien und wurden 1867 Kronkolonien. |
Kurz bevor der Malaiische Bund in die Unabhängigkeit entlassen wurde, musste die Kolonialregierung gegen einen von den Kommunisten ausgelösten Aufstand vorgehen, der erst nach jahrelangen Kämpfen niedergeschlagen werden konnte. Die Malay Communist Party (MCP) spielte im 2. Weltkrieg in der Widerstandsbewegung gegen Japan eine führende Rolle und wurde nach 1945 nicht verboten. Die MCP schloss sich der Widerstandsbewegung gegen die Malaiische Union an. Die Gründung des Malaiischen Bundes (1948) war der Auslöser für einen bewaffneten Aufstand kommunistischer Rebellen. Ziel der MCP war u. a. die sofortige Unabhängigkeit und die Absetzung der traditionellen malaiischen Herrscher. Die Angriffe der MCP auf Zinnminen und Kautschukplantagen führten im Juni 1948 zur Verhängung des Ausnahmezustands durch die Briten (siehe Malaiischer Aufstand). Die MCP wurde verboten, die britischen und einheimischen Truppen durch Kontingente aus den afrikanischen Kolonien Großbritanniens sowie aus Australien und Neuseeland ergänzt. 1954 war die MCP zu Friedensverhandlungen bereit, obwohl es in den folgenden sechs Jahren nach wie vor zu sporadischen Kämpfen kam. Malaysia," Microsoft® Encarta |
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