Geschichte von Myanmar : Unabhängigkeit von Myanmar
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Fotografien Myanmar |
Im April 1947 fanden Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung statt, aus denen die AFPFL als absolut stärkste Kraft hervorging. Ministerpräsident wurde Aung San, der AFPFL-Vorsitzende, der aber bereits im Juli zusammen mit einigen Ministern dem Attentat eines politischen Kotrahenten zum Opfer fiel. Sein Nachfolger an der Spitze von Partei und Regierung wurde U Nu. Am 4. Januar 1948 trat die Verfassung in Kraft, und am selben Tag wurde die Union of Burma, wie der neue Staat nun hieß, unabhängig. Neben der ehemaligen Kronkolonie umfasste der Staat auch Gebiete der ethnischen Minderheiten der Shan und der Karen, die bisher in einem besondern Schutzverhältnis zu den Briten gestanden hatten. |
Unmittelbar nach der Unabhängigkeit sah sich die Regierung U Nu mit einer Reihe politisch und ethnisch motivierter Aufstände konfrontiert: 1948 mit einem Aufstand der Kommunisten, der niedergeschlagen wurde, und ab 1949 mit Erhebungen der Minderheit der zum großen Teil christlichen Karen. Den Karen war nach der Unabhängigkeit Autonomie zugesagt worden, die sie jedoch nie erhielten; im Gegenteil sahen sie sich bis in die Gegenwart immer wieder ethnischer und religiöser Verfolgung, Gewalt und Vertreibung ausgesetzt, die sie zu immer neuen Widerstandsaktionen provozierten. Unter der Regierung U Nu betrieb Birma eine streng blockfreie Außenpolitik. |
Innenpolitisch bemühte sich U Nu um den Wiederaufbau des vom Krieg stark in Mitleidenschaft gezogenen Landes und seiner Wirtschaft, aber trotz verschiedener Maßnahmen wie der Verstaatlichung von ausländischen Unternehmen und einer Bodenreform stagnierte der Wiederaufbau, was nicht zuletzt an einer drastisch gesunkenen Nachfrage nach dem Hauptexportgut Reis lag. |
Auch sein Versuch eines „buddhistischen Sozialismus”, eines Sozialstaates auf buddhistischen und sozialistischen Grundlagen, scheiterte weitgehend. Die Wahlen von 1952 und 1956 bestätigten die AFPFL-Regierung; 1958 aber zwangen wachsende Differenzen innerhalb der Partei U Nu zum Rücktritt; neuer Machthaber wurde das Militär unter General Ne Win als Ministerpräsidenten. Als 1960 der unter dem Namen Union Party reorganisierte U-Nu-treue Flügel der AFPFL die Wahlen gewann, überließ Ne Win das Amt des Ministerpräsidenten wieder U Nu – allerdings nur für zwei Jahre: Die Erhebung des Buddhismus zur Staatsreligion durch U Nu 1961 provozierte bei religiösen und ethnischen Minderheiten Widerstand, was Ne Win im März 1962 zum Anlass nahm, U Nu in einem unblutigen Staatsstreich zu stürzen und selbst die Macht zu übernehmen. |
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U Aung San |
Ne Win regime |
Als Vorsitzender des von ihm geschaffenen Revolutionsrates und zugleich Ministerpräsident und Staatspräsident schlug Ne Win einen sozialistischen Kurs ein, verstaatlichte wesentliche Bereiche der Wirtschaft, was zu einem weiteren Rückgang der Wirtschaftsleistung und einer zunehmenden Verarmung der Bevölkerung führte, suspendierte die Verfassung, löste das Parlament auf und verbot alle Parteien außer der von ihm gegründeten Einheitspartei Burma Socialist Programme Party (BSPP). |
Den Minderheiten war zwar Gleichberechtigung zugesagt worden, aber sie wurden weiterhin verfolgt, Aufstände wurden weiterhin blutig niedergeschlagen, zahlreiche Angehörige von Minderheiten flohen aus dem Land. Nach außen schottete das zunehmend diktatorische Regime Ne Win das Land weitgehend ab; 1979 verließ es auch die Bewegung der blockfreien Staaten. Am 4. Januar 1974 trat eine neue Verfassung in Kraft, zugleich wurde die Sozialistische Föderative Republik Burma proklamiert. Die neue Verfassung hatte zwar volksdemokratischen, zivilen Charakter, die Macht war aber weiter in den Händen der Militärs: Staatsoberhaupt blieb auch unter der neuen Verfassung Ne Win. 1981 trat Ne Win als Staatsoberhaupt zurück – sein Nachfolger wurde General San Yu –, behielt aber den Vorsitz der BSPP und damit weitgehend die Macht im Land. Myanmar," Microsoft® Encarta |
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