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Geschichte Norwegens : Union mit Dänemark und Schweden
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Mit der Kalmarer Union von 1397 wurden die drei skandinavischen Königreiche zu einer Regierungseinheit vereinigt, in der Norwegen eine Provinz von Dänemark bildete. Nach der Union kam es zum stetigen wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang Norwegens. Dieser wurde im 14. Jahrhundert noch verstärkt durch die Ausbreitung der Pest, an der nahezu ein Drittel der Bevölkerung Norwegens starb. Norwegen war Schweden und Dänemark in Größe und Wohlstand unterlegen. Zudem maßen die skandinavischen Könige dem Land im Allgemeinen wenig Bedeutung bei. So stagnierte in den folgenden vier Jahrhunderten die Entwicklung Norwegens unter der willkürlichen Herrschaft dänischer Könige.

1523 endete die Kalmarer Union, und Norwegen wurde de facto zu einer Kolonie Dänemarks. 1536 begann die Reformation in Norwegen.

Erst mit den Napoleonischen Kriegen endete die Oberherrschaft Dänemarks in Norwegen. Nach Napoleons Niederlage 1814 wurde Dänemark, ein Verbündeter Frankreichs, gezwungen, den Kieler Vertrag zu unterzeichnen und Norwegen an den schwedischen König abzutreten. Die Norweger, die den Vertrag nicht anerkannten, erklärten ihr Land am 17. Mai 1814 zu einem unabhängigen Königreich, verkündeten eine liberale Verfassung und boten dem dänischen Kronprinzen Christian Friedrich (dem späteren Christian VIII.) die Krone an. Diese Vorgehensweise der Norweger fand unter den europäischen Mächten keine Billigung. Marschall Jean Bernadotte, der spätere König Karl XIV.

Johann, erwirkte schließlich mit dem Einmarsch seiner Truppen, dass Norwegen den Kieler Vertrag akzeptierte. Im Gegenzug wurde es Norwegen gestattet, die gerade verkündete Verfassung beizubehalten. Mit dem Gesetz zur schwedisch-norwegischen Union von 1815 erhielt Norwegen eine eigene Wehrmacht, eine Marine, ein Zollsystem und eine Legislative. Innerhalb der Landesgrenzen wurde Norwegen uneingeschränkte Freiheit und Autonomie gewährt.
Zweite Union mit Schweden

Nach 1814 war das norwegische Legislativorgan, das Storting, vor allem mit der Stabilisierung und der Verbesserung der finanziellen Lage Norwegens und der Durchführung und Sicherung der gerade bewilligten Selbstverwaltung beschäftigt. Trotz der heftigen Opposition Karls XIV. Johann verabschiedete die norwegische Legislative 1821 ein Gesetz, das den von den Dänen ernannten Hochadel abschaffte. Verbunden mit einem sich ausweitenden nationalen Bewusstsein der Norweger verstärkte sich die Forderung nach Gleichstellung mit Schweden, wie es im Gesetz zur schwedisch-norwegischen Union vorgesehen war. 1839 ernannte Karl XIV. Johann schließlich ein gemeinsames schwedisch-norwegisches Komitee, das den Wortlaut des Gesetzes zur Union überarbeiten sollte. 1844 starb König Karl, noch bevor das Komitee seinen Bericht vorlegen konnte. Unter seinem Sohn Oskar I., der den Norwegern ein eigenes Reichswappen und ihre Flagge bewilligte, erreichte Norwegen eine gewisse Eigenständigkeit.

Norwegen," Microsoft® Encarta

Karl XIV. Johann

Karl XIV. Johann

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