Geschichte Japans : Der Weltkrieg und Japan
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Fotografien Japan |
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Der Ausbruch des 2. Weltkrieges in Europa im September 1939 bot Japan weitere Möglichkeiten aggressiver Expansionspolitik. Die entsprechenden Militäraktionen wurden durch verschiedene diplomatische Schritte eingeleitet: Im September 1940 schloss Japan mit Deutschland und Italien den Dreimächtepakt. Um die Nordgrenze der Mandschurei zu sichern, vereinbarte Japan im April 1941 – ungeachtet des Antikominternpaktes – mit der UdSSR einen Nichtangriffspakt. In der Zwischenzeit hatten die japanischen Streitkräfte mit Zustimmung der von Deutschland abhängigen Vichy-Regierung die französischen Kolonien in Indochina besetzt und drangen auch in die niederländisch-ostindischen Gebiete ein. Die USA reagierten hierauf mit der Verhängung eines Wirtschaftsembargos. Als sich abzeichnete, dass es das japanische Militär auf eine Konfrontation mit den USA anlegte, überließ Ministerpräsident Konoe dem Führer der Ultranationalisten, General Tojo Hideki, im Oktober 1941 die Regierungsverantwortung. |
Am 7. Dezember 1941 griffen japanische Bomber Pearl Harbor auf Hawaii an, den wichtigsten Stützpunkt der US-Flotte im Pazifik. Gleichzeitig eröffneten die japanischen Streitkräfte den Angriff auf weitere amerikanische Stützpunkte sowie die britischen Kolonien im gesamten südostasiatischen Raum (siehe Pazifikfeldzüge). Am 8. Dezember 1941 erklärten die USA ebenso wie alle anderen Alliierten – mit Ausnahme der UdSSR – Japan den Krieg. |
Zur ideologischen Ummantelung seiner großjapanischen Hegemonialansprüche propagierte Japan für den von ihm beherrschten Raum Pläne unter den Bezeichnungen „Großer Ostasiatischer Zusammenschluss” und „Ostasiatische Wohlstandssphäre”. Unter dem Schlagwort „Asien den Asiaten” suchte sich Japan in den von ihm besetzten Gebieten die antikolonialistischen Strömungen dienstbar zu machen, doch provozierte es mit seinem brutalen Vorgehen in den besetzten Ländern selbst immer heftigeren Widerstand. Zwischen Dezember 1941 und März 1942 besetzten japanische Truppen nahezu ganz Indochina und Niederländisch-Indien; Thailand wurde im Dezember 1941 zu einem Bündnis mit Japan gezwungen. |
Seit der Landung auf Neuguinea und den Salomonen-Inseln lagen zudem ab März 1942 Australien und Neuseeland in unmittelbarer Nähe des japanischen Machtbereichs, in dem zum Zeitpunkt seiner größten Ausdehnung rund 450 Millionen Menschen lebten. |
1942 erzwangen die USA durch Siege in großen Seeschlachten, vor allem in der Schlacht von Midway (1942), und die Eroberung von Guadalcanal (1942/43) die militärische Wende. Durch Großoffensiven wurden die Japaner 1943 im Südpazifik und 1944 im mittleren Pazifik zurückgedrängt. Zwischen Oktober 1944 und Februar 1945 erfolgte die Rückeroberung der Philippinen. Als sich immer deutlicher herauskristallisierte, dass Japan den Krieg verlieren würde, trat das von General Tojo geführte Kabinett im Juni 1944 zurück. Neuer Premierminister wurde der ehemalige General Kuniaka Koiso. Anfang 1945 eroberten die USA Okinawa und flogen Bombenangriffe auf japanische Städte, bei denen hunderttausende Zivilisten ums Leben kamen. |
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Angriff auf Pearl Harbor. Encarta |
Auf die Zurückweisung ihrer Aufforderung zur bedingungslosen Kapitulation antworteten die USA mit dem erstmaligen Einsatz von Atomwaffen. Aus militärischen Gründen keineswegs erforderlich, sollte der Einsatz von Atomwaffen das schnelle Ende des Krieges erzwingen, damit suchte man zu verhindern, dass sich die Sowjetunion an einer Besetzung Japans beteiligen konnte, wie dies auf der Jalta-Konferenz im Februar 1945 verabredet worden war. Am 6. August 1945 zerstörte die erste Atombombe Hiroshima, am 9. August die zweite Atombombe Nagasaki. Mehr als 200 000 Menschen starben, die Verwüstungen erreichten ein bisher nicht gekanntes Ausmaß. Am 8. August 1945 erklärte die Sowjetunion Japan den Krieg und drang in die Mandschurei ein. |
Nachdem die Alliierten die Beibehaltung des Kaisertums zugestanden hatten – zunächst hatten sie neben der bedingungslosen Kapitulation auch die Abdankung des Tennos gefordert –, verkündete der Kaiser Hirohito am 15. August 1945 die Bereitschaft zur Kapitulation. Am 2. September 1945 wurde an Bord des amerikanischen Schlachtschiffs Missouri die Kapitulationsurkunde unterzeichnet. Damit endete der 2. Weltkrieg. Am 9. September 1945 kapitulierten auch die japanischen Armeen in China. Nach der Kapitulation wurde Japan von US-amerikanischen Truppen besetzt. Die Innere Mongolei, die Mandschurei, Taiwan und Hainan wurden an China zurückgegeben. Die UdSSR behielt ganz Sachalin, übernahm die Kontrolle über die Äußere Mongolei und besetzte die Kurilen. Port Arthur und die südmandschurische Eisenbahn kamen unter die gemeinsame Kontrolle der UdSSR und Chinas. Korea wurde selbständig. Alle ehemals japanischen Südseemandate wurden von den USA übernommen und den Vereinten Nationen (UN) unterstellt, alle nach 1868 erfolgten Erweiterungen des japanischen Staatsgebiets rückgängig gemacht. "Japan," Microsoft® Encarta |
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