Die Wirtschaft Griechenlands
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Fotografien Griechenland |
Griechenland wurde 1981 Mitglied der Europäischen Gemeinschaft (jetzt Europäische Union). Der Agrarsektor, lange Zeit ein wichtiger Faktor, ist heute durch die Industrie und die Dienstleistungsbranche von seiner zentralen Position verdrängt worden. Eine bedeutende Rolle kommt dem Fremdenverkehr zu. Ebenfalls wichtige Einnahmequellen für die griechische Wirtschaft bilden die Küsten- und die Überseeschifffahrt. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 308 449 Millionen US-Dollar (2006). Davon wurden 62 Prozent im Dienstleistungssektor, 24 Prozent in der Industrie und 14 Prozent in der Landwirtschaft erzielt. |
Wesentliche Probleme der griechischen Wirtschaft sind die hohe Staatsverschuldung und im Vergleich zu anderen Staaten hohe Inflationsraten (1996: 8,2 Prozent; 1997: 5,4 Prozent; 1998: 4,5 Prozent). Versuche, durch eine konsequente Sparpolitik und Privatisierungsmaßnahmen die Volkswirtschaft zu sanieren, zeigten bisher noch nicht die gewünschten Erfolge. Rund 20 Prozent aller griechischen Erwerbstätigen arbeitet in der Landwirtschaft, deren Anteil am Bruttoinlandsprodukt 14 Prozent beträgt. Aber die Produktivität steht in keinem Verhältnis zu der großen Belastung, die der landwirtschaftliche Sektor für die Wirtschaft darstellt. Die Betriebe sind klein, die erbschaftliche Aufteilung der Höfe reduzierte sie auf eine durchschnittliche Größe von etwa 3,4 Hektar, was den wirksamen Einsatz von Maschinen erschwert. |
Dazu werden aufgrund von Trockenheit und fortgeschrittener Bodenerosion häufig nur geringe Erträge erzielt. Wegen des in weiten Teilen gebirgigen Charakters des Landes sind die Voraussetzungen für eine agrarische Nutzung relativ ungünstig. Etwa 20,4 Prozent der Landesfläche werden ackerbaulich genutzt (2005). Tabak zählt zu den Hauptanbauprodukten und trägt rund drei Prozent zu den jährlichen Exporterlösen des Landes bei. Darüber hinaus bedeutend ist der Anbau von Weizen, Gerste, Tomaten, Orangen, Mais, Zuckerrüben, Weintrauben, Oliven, Kartoffeln und Baumwolle. |
Wichtigste Anbaugebiete sind die fruchtbaren Ebenen in Makedonien, Thrakien und Thessalien sowie die Küstenregionen des Festlandes und einige Inseln. Die gebirgigen Regionen werden überwiegend zur Tierhaltung genutzt. Dabei dominiert die Zucht von Schafen, gefolgt von Ziegen, Rindern, Geflügel und Schweinen. Rund zwei Drittel des Waldes in Griechenland befinden sich in staatlichem Besitz. Die Regierung leitete Aufforstungsmaßnahmen des während des 2. Weltkrieges zerstörten Baumbestands ein. Die forstwirtschaftliche Nutzung der Wälder ist nur bedingt rentabel, da der Zustand der Wälder aufgrund von Bodenerosion und Waldbränden relativ schlecht ist. |
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griechische Landwirtschaft. Bild E.Buchot |
Ein weiterer Aspekt bei der Nutzung von Wäldern ist die Gewinnung von Harz, das für die Produktion von Retsina (Weißwein) benötigt wird. Die Fischerei ist nur von geringer Bedeutung. Die Fischerträge (überwiegend Sardellen, Sardinen und Thunfische) werden zumeist innerhalb Griechenlands konsumiert. Schwämme sind das führende Exportprodukt der Fischereiwirtschaft. Die Fischbestände im Mittelmeer wurden während der vergangenen Jahrzehnte stark dezimiert. Hauptgründe dafür sind Überfischung und Verschmutzung des Meerwassers. "Griechenlands," Microsoft® Encarta |
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