Die Wirtschaft Irlands
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Fotografien Irland |
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 220 137 Millionen US-Dollar (2006); das ergibt ein BIP pro Einwohner von 51 579,70 US-Dollar. Die Inflationsrate liegt bei 3 Prozent (2006), das Wirtschaftswachstum bei 5,70 Prozent (2006). Hauptursache für die starke Abwanderung nach dem 2. Weltkrieg sind das geringe Arbeitsplatzangebot und die hohe Arbeitslosenquote. Staatliche Förderprogramme und das hohe Ausbildungsniveau der Erwerbstätigen haben für ein Wachstum innerhalb des High-Tech-Bereichs (insbesondere bei der Computerindustrie) gesorgt und dazu beigetragen, dass sich Dublin zu einem Dienstleistungs- und Finanzzentrum entwickeln konnte. 6 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 28 Prozent in der Industrie und 66 Prozent im Dienstleistungssektor. |
Ungefähr 85 Prozent der Fläche Irlands werden landwirtschaftlich genutzt. Der Anteil des Ackerlandes an der gesamten Landfläche beträgt 17,6 Prozent. Die Landwirtschaft erwirtschaftet 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Hauptanbaufrüchte sind Gerste, Kartoffeln, Zuckerrüben und Weizen. Große Bedeutung hat die Viehwirtschaft, hier vor allem die Herstellung von Fleisch- und Molkereiprodukten. Der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln liegt bei 85 Prozent. In Irland werden Kupfer-, Zink- und Bleierze abgebaut. Einige der größten Vorkommen in Westeuropa liegen bei Navan und wurden 1977 erschlossen. Daneben gibt es noch Vorkommen an Lithium, Wolfram, Kohle und Uran. Die großen Erdgaslagerstätten vor der Südküste werden seit 1991 abgebaut. |
Ab den sechziger Jahren wurde zunehmend versucht, in dem traditionellen Agrarland Industriebetriebe anzusiedeln. Die Industrie erwirtschaftet circa 9 Prozent des BIP. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören Nahrungsmittelverarbeitung, Textil-, pharmazeutische und petrochemische Industrie sowie Elektroindustrie und Maschinenbau. Steigende Bedeutung gewinnt der Tourismus. Seit den sechziger Jahren gelang die Neuansiedlung von fast 900 ausländische Firmen (u. a. aus den Bereichen Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektro- und Elektrotechnik sowie Betriebe der Metallverarbeitung). |
Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der das Irische Pfund (= 100 New Pence) als Währung ablöste. Notenbank ist die Bank von Irland, die 1942 in Dublin gegründet wurde. In jüngerer Zeit haben immer mehr ausländische Banken Filialen in der irischen Hauptstadt eröffnet. 1979 trat Irland dem Europäischen Währungssystem bei, danach konnte das Irische Pfund zum Nennwert gegen das britische getauscht werden. Nach dem Beitritt Irlands zur Europäischen Gemeinschaft (1973) hat Großbritannien als Zielland für irische Exporte an Bedeutung verloren. Die Handelsbilanz ist positiv. Heute gehören zu den wichtigsten Abnehmerländern außer Großbritannien noch Deutschland, die USA, Kanada und Frankreich. An den Importen haben Großbritannien, die USA und Deutschland den größten Anteil. Internationale Flughäfen liegen in Shannon, Dublin und Cork. Neben den beiden wichtigsten Häfen in Dublin und Cork gibt es noch größere in Dun Laoghaire, Waterford, Rosslare und Limerick. Es gibt einen sehr gut ausgebauten Fährverkehr mit Großbritannien und Frankreich. Das Schienennetz ist insgesamt 1 919 Kilometer lang (2005). Die Länge des Straßennetzes beträgt 96 602 Kilometer (2003). Der öffentliche Verkehr liegt in Händen der nationalen Gesellschaft Córas Iompar Eireann. |
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Die irische Fischerei. Bild E. Buchot |
"Irland," Microsoft® Encarta® Online-Enzyklopädie 2009 http://de.encarta.msn.com © 1997-2009 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
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