Fotografien
Wirtschaft in Myanmar
Fotografien Myanmar

Myanmar ist in erster Linie ein Agrarland. 63 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft, 12 Prozent in der Industrie und 25 Prozent im Dienstleistungsbereich tätig. Die industrielle Entwicklung des Landes wird seit den sechziger und siebziger Jahren vorangetrieben; vor dem 2. Weltkrieg gab es fast überhaupt keine Industrieunternehmen. Ein Hauptziel der Regierung besteht darin, die gesamte Wirtschaft zu modernisieren und sie von der Konzentration auf Landwirtschaft und Handwerk hin zu einer breiteren Basis zu entwickeln. Im Rahmen dieser Politik wurden viele Privatbetriebe verstaatlicht. Der Anteil der Dienstleistungen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 33,1 Prozent.

Die Modernisierung der Wirtschaft bezieht sich zum großen Teil auf den Tourismus. 1996 rief die Regierung von Myanmar als das Jahr des Tourismus aus. International gab es Boykottaufrufe wegen Menschenrechtsverletzungen, da der touristische Ausbau des Landes durch Zwangsarbeit und -umsiedelung forciert wurde.

Die Zahl der Erwerbstätigen beläuft sich auf etwa 27,3 Millionen. Es gibt nur wenige Arbeiter, die in Gewerkschaften organisiert sind; arbeitsrechtliche Streitfälle werden vor einem eigens hierfür zuständigen Regierungsausschuss entschieden.

16,7 Prozent der Gesamtfläche Myanmars werden durch Land- und Plantagenwirtschaft genutzt.

Myanmar ist einer der führenden Reisproduzenten der Welt, wobei der größte Teil im Bereich des Irawadi-Delta angebaut wird. Weitere wichtige Agrarprodukte, die vorwiegend in Kleinbetrieben in den Tiefländern des Landesinneren angebaut werden, sind Mais, Baumwolle, Erdnüsse, Gemüse, Hirse, Nüsse, Sesam, Zuckerrohr und Tabak. Der Anteil der Landwirtschaft am BIP beträgt 57,2 Prozent (2000).

Die Wälder Myanmars stellen eine wichtige Einnahmequelle dar, insbesondere aufgrund der bedeutenden Bestände an Teakholz – Myanmar besitzt den weltweit größten Bestand an Teakbäumen – und des Anbaus von Kautschukbäumen zur Gewinnung von Naturkautschuk. Insgesamt gibt es etwa 250 wirtschaftlich bedeutende Baumarten, von denen 50 für den Handel geschlagen werden.

Landwirtschaft in Myanmar
Landwirtschaft in Myanmar
Die große Nachfrage auf dem Weltmarkt nach Edelhölzern, insbesondere Teakholz, führte allerdings dazu, dass innerhalb kurzer Zeit große Mengen an Teakbäumen abgeholzt wurden, ohne dass gleichzeitig eine systematische, nachhaltige Wiederaufforstung betrieben wurde. Dementsprechend stieg die Entwaldungsrate auf bedenkliche 1,19 Prozent pro Jahr (1990–2005). Weitere bedeutende forstwirtschaftliche Produkte sind neben Kautschuk auch Chinin sowie Katechu, ein aus Akazien (Acacia catechu) gewonnener Gerbstoff. Myanmar," Microsoft® Encarta
Benutzerdefinierte Suche